Besteue­rung einer Pöna­le bei unge­recht­fer­tig­ter frist­lo­sen Kün­di­gung — BGer 9C_96/2024 v. 19.1.2026 (amtl. Publ. vor­ge­se­hen)

Datum: 

13.02.2026

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  • Remin­der: Die Ent­schä­di­gung wegen miss­bräuch­li­cher Kün­di­gung gemäss Art. 336a OR gilt als Genug­tu­ungs­sum­me i.S.v. Art. 24 lit. g DBG und ist sowohl steu­er­frei als auch befreit von der sozi­al­ver­si­che­rungs­recht­li­chen Bei­trags­pflicht
  • Nuan­ciert hin­ge­gen bei Ent­schä­di­gun­gen wegen frist­lo­ser Kün­di­gung nach Art. 34b BPG (Art. 337c Abs. 3 OR nach­ge­bil­det):
    • nur steu­er­frei (Art. 24 lit. g DBG), wenn sie im kon­kre­ten Fall über­wie­gend Genug­tu­ungs­cha­rak­ter haben (schwe­re Per­sön­lich­keits­ver­let­zung).
    • Ein­heit­li­che Qua­li­fi­ka­ti­on: Die Ent­schä­di­gung bei einer frist­lo­sen Kün­di­gung ist immer ein­heit­lich, das heisst hin­sicht­lich ihres gesam­ten Umfangs zu qua­li­fi­zie­ren (E. 6.2.3). Dient die Ent­schä­di­gung in erster Linie  dem Aus­gleich einer Per­sön­lich­keits­ver­let­zung (und nicht von arbeits­markt­li­chen Nach­tei­len), so han­delt es sich ins­ge­samt um eine Genug­tu­ungs­sum­me im Sinn die­ser Bestim­mung; andern­falls fehlt ihr die­se Eigen­schaft voll­stän­dig. Erfolgt die Zuspre­chung einer Ent­schä­di­gung nach Art. 34b  Abs. 1 lit. a BPG auf­grund einer objek­tiv begrün­de­ten Kün­di­gung, aber ist die­se nur wegen Zeitablauf/Verwirkung des Kün­di­gungs­rechts unrecht­mä­ssig,  liegt kei­ne schwe­re Per­sön­lich­keits­ver­let­zung vor, sodass die Steu­er­be­frei­ung nicht greift (E. 6.3.2)
    • Die sozi­al­ver­si­che­rungs­recht­li­che Bei­trags­frei­heit bedeu­tet nicht auto­ma­tisch steu­er­li­che Befrei­ung (E. 6.4)

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