Kei­ne Wie­der­ein­stel­lung für einen Gen­fer Not­ruf­zen­tra­len­mit­ar­bei­ter, BGer., Urteil 1C_9/2025 v. 13. 2. 2025 (f)

Datum: 

26.08.2025

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Das Bun­des­ge­richt bestä­tigt die ordent­li­che Kün­di­gung eines Mit­ar­bei­ters einer Gen­fer Not­ruf­zen­tral­le 144 (Beschwer­de­geg­ner) des Spi­tal A. (Beschwer­de­füh­re­rin). Im August 2021 hat­te der Beschwer­de­geg­ner nach einem Not­ruf wegen eines bewusst­lo­sen Kin­des den stan­dar­di­sier­ten Ablauf sowie den vor­ge­se­he­nen Fra­ge­ka­ta­log nicht befolgt; das Kind ver­starb in der Fol­ge. Eine inter­ne Unter­su­chung ergab zudem, dass der Beschwer­de­geg­ner auch in wei­te­ren Fäl­len die erfor­der­li­chen Abklä­run­gen zu Bewusst­sein und Atmung unter­las­sen hat­te.

Nach­dem Beschwer­de­füh­re­rin erfolg­los ver­sucht hat­te, den Beschwer­de­geg­ner intern zu ver­set­zen oder ander­wei­tig im Staats­dienst des Kan­tons Genf unter­zu­brin­gen, sprach es schliess­lich eine ordent­li­che Kün­di­gung aus. Der Beschwer­de­geg­ner gelang­te dage­gen an das Gen­fer Ver­wal­tungs­ge­richt, wel­ches die Pflicht­ver­let­zun­gen nicht als aus­rei­chend für eine Kün­di­gung erach­te­te, da ins­be­son­de­re auch kein nach­weis­ba­rer Kau­sal­zu­sam­men­hang zum Todes­fall vom August 2021 bestand. Es ord­ne­te die Wie­der­ein­stel­lung des Beschwer­de­geg­ners an. Das Bun­des­ge­richt hebt die­sen Ent­scheid auf und schützt die Kün­di­gung.