Unvoll­stän­di­ges Per­so­nal­do­s­sier: Bun­des­ge­richt hebt Kün­di­gungs­be­stä­ti­gung auf, Art. 29 Abs. 2 BV

Datum: 

06.10.2025

Kategorien: 

BGer., Urteil 1C_495/2024

Eine wis­sen­schaft­li­che Mit­ar­bei­te­rin (Beschwer­de­füh­re­rin) im Mar­ke­ting­be­reich an der Fach­hoch­schu­le Grau­bün­den (FHGR) erhielt vor ihrer Kün­di­gung nicht voll­stän­di­gen Zugang zu ihrem für die in Aus­sicht gestell­te Kün­di­gung rele­van­te Per­so­nal­do­s­sier. Das Ver­wal­tungs­ge­richt hat­te die Kün­di­gung zunächst bestä­tigt. Das Bun­des­ge­richt stellt fest, dass durch die feh­len­de Akten­ein­sicht ihr Anspruch auf recht­li­ches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) ver­letzt wur­de – for­mel­ler Natur, unab­hän­gig von der mate­ri­el­len Berech­ti­gung der Kün­di­gung. Auf­grund die­ser Ver­fah­rens­ver­let­zung hob das Bun­des­ge­richt das Urteil des Ver­wal­tungs­ge­richts auf und wies die Sache zur Neu­be­ur­tei­lung zurück, um zu prü­fen, ob ein sach­li­cher Grund für die Kün­di­gung vor­lag (E. 2.4 ff.).